Mit leichtem Gerät auf Köhler – Streetfishing bei Nacht!

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Auf Grund heftiger Stürme in den vergangenen Jahren und das Überschwappen großer Mengen von Salzwasser aus der Nordsee, stieg der Salzgehalt der Ostsee dementsprechend an. Was eine Überraschung es dann doch ist, beim gelegentlichen Fischen an der westlichen Ostsee, plötzlich Köhler zu überlisten!

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Dass sich genau diese kampfstarken Räuber „pudelwohl“ in  der gesamten Ostsee fühlen, konnten wir in den vergangen Tagen am Wasser erleben. Denn selbst beim nächtlichen Streetfischen an der Küste lassen sich genau diese Raubfische nun auch überlisten! Schnell das leichte Gerät montiert, eine kleine Köderkiste mit den unterschiedlichsten „Leckerbissen“ gepackt und ab ans Wasser. An diesem Abend lagen die Temperaturen bei „knackigen“ 12 Grad, inkl. einer schönen norddeutschen Brise aus Süd-, Südwest. Die Bedingungen sind damit schon einmal nicht die schlechtesten, denn die Köhler sind auf und dabei den kleinen Brutfischen, die sich jetzt im etwas flacheren und damit wärmeren Wasser aufhalten, mit Eifer nachzustellen.

 

Dazu zählen meist kleine Heringe, Stichlinge oder aber Sandaale, die sich mit den richtigen Ködern optimal imitieren lassen. Gleich am ersten Spot angekommen, fliegt der kleine schlanke Wobbler damit in Richtung Sonnenuntergang und begibt sich auf die Suche durch das Mittelwasser. Der Köhler oder auch an der Fischtheke „Seelachs“ genannt fühlt sich im Vergleich zu den heimischen Dorschen im Mittelwasser des Gewässers am wohlsten. In kleinen Trupps von 3-4 Fischen sind die Räuber jetzt auf der Suche nach den eben erwähnten Sandaalen, Heringen und Stichlingen. Da kommt ihnen ein kleiner Wobbler von ca. 10cm Länge in einem klassischen schwarz/weiß Dekor gerade Recht!

Denn genau in der Pause der Köderführung ruckt es in der Rute! Die Bremse der kleinen Spinnrolle beginnt zu schreien und der Spaß kann los gehen! Im Vergleich zu Dorschen besitzen Köhler eine enorme Power, die sie mit Sicherheit wissen einzusetzen. Nach zahlreichen Fluchten landet der pelagische Raubfisch dann endlich im Spundwandkescher!

 

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Zentimeter für Zentimeter versinkt die Sonne am Horizont hinter der Kulisse der Stadt und läutet somit die heiße Phase des Abends ein. Jetzt zeigen die schlanken Wobbler ihre wahre Stärke. Durch das ständige Werfen und die extrem agressive Führung lassen sich die „Twitch-Baits“ optimal zum Suchen der „Seelachs-Rabauken“ einsetzen. Sind diese einmal gefunden erhält die zweite Geheimwaffe des Abends ihre Chance. Mit den unterschiedlichsten Gummiködern, die an einem leichten Kopf von vielleicht 7 Gramm montiert werden, lassen sich heiße Stellen im Flachwasser der Ostsee optimal ausfischen. Ein dementsprechend auffälliger „Paddelschwanz“ sorgt dabei für die nötige Aufmerksamkeit und sorgt selbst beim simplen Einleiern des Köders für brutale Attacken.

 

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An diesem Abend jedoch war das direkte Suchen mit dem sich immer wiederholenden Werfen jedoch nicht einmal nötig. Denn wie in so manchen Fällen stehen die Fische meist genau vor den eigenen Füßen. Die Kaimauern des Hafens bergen in solchen Gebieten das optimale Futterangebot für die unterschiedlichsten Kleinlebewesen. Hinzu kommt, dass durch den ständigen Lichteinfall der Straßenlampen, sich das Wasser am Rande jedes Hafens mit zahlreichen Mikroorganismen und Plankton-Arten füllt. Gefolgt von den nächst größeren Räubern, wie Garnelen, kleinen Grundeln, Stichlingen oder aber Sandaalen.

 

Somit schlugen die Köhler mit dem Einbruch der Dunkelheit immer häufiger genau vor den eigenen Füßen ein und lieferten damit spektakuläre Nahkämpfe, die die Zeit schlicht weg vergessen ließen. Schließlich war es bereits nach Mitternacht und in der Hafenregion der Stadt begannen sich die unterschiedlichsten Gestalten anzusammeln. Man kann schließlich auch ohne eine nächtliche Angeltour Spaß haben… Auch wenn das wohl nur extrem schwierig ist und anscheinend nur unter der Zuhilfenahme der verschiedensten „Sinneserweiterungen“ möglich ist ;-).

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Angekommen an einem neuen Spot überlistete Lukas aka Küstenangler dann wohl den erstaunlichsten Fang des gesamten Abends. Die halbe Angelausrüstung eines zuvor äußerst motivierten Mitanglers, der sich wohl mit viel Schmerz und Leid von seinem „Equipment“ trennen musste… Auf dem Weg zum Mülleimer lief es uns eiskalt den Rücken runter. Wer oder besser gesagt WAS dort auf uns wartete, ließ diesen nächtlichen „Streetfishing-Ausflug“ in die große Sammlung der „verrückten Angelgeschichten“ eingehen.

Wer oder WAS wir schlussendlich fanden, erfahrt ihr in diesem passenden Video.
In diesem Sinne euch viel Spaß und Erfolg am Wasser.

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