Zander ganz spitz! Zanderangeln an der Elbe

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„Zander sind zickig… Zander? Seltener Fisch“

 

Überall hört man diese typischen Sprüche über das Verhalten dieser Fischart. Doch wer sich entmutigen lässt, hat sofort verloren! Also auf jetzt, die Sachen gepackt uuuund… Da beginnt gleich die erste Hürde. „Was nehme ich am besten an einem solch unbekannten Gewässer wie der Elbe mit?“ Schließlich möchten wir ja spartanisch bleiben und nicht mit tausenden von Rigs und Montagen am Wasser antrudeln…

Wir sind spartanische Raubfischangler und keine Jungs, die es für 5 Tage auf Karpfen ausprobieren möchten… Also wurde das nötigste Equipment, sowie einige typische Köder auserwählt und es ging los an den Strom! Dort angekommen bot sich das typische Bild, zahlreicher Buhnen und Strömungskanten, die nur noch auf weitere Gummis warteten, um sie dann natürlich auch für immer ihr Eigentum zu nennen!

 

Jetzt wirds spitz!

 

Nach ca. einer Stunde des Fischens mit den klassischen „Paddelschwanz-Gummis“ flog mir plötzlich ein ganz besonderer Köder aus der Box in die Hände, der nur auf seinen Einsatz wartete. Ein klassischer Pin-Tail, der Quantum Salty-Pin, und um ehrlich zu sein ein auf den ersten Blick, nicht wirklich spektakulär aussehender Köder… Doch, wie ich mich mit diesem Gedanken irrte, bewies alleine der erste Wurf in Richtung Strömungskante:

zanderangeln-2

 

JIG…JIGJIG…JIG…JIGJIG…TOCK! „JOOO, der hängt!“

Sofort begann der Kampf zwischen dem Flussräuber und mir, diesen nicht in der starken Strömung der Elbe zu
verlieren. Normalerweise sind wir ja nicht wirklich oft zum Angeln auf Zander unterwegs, doch wenn es dann mal „Scheppert“, ist die Freude groß. Aus dem dunklen Wasser stieg ein wunderschönes „Glasauge“ empor und mit ihm begann der Regen nur so auf uns nieder zu prasseln… „Naja, wir versuchen es mit der Kamera dennoch ein schönes Bild zu schießen.“

 

Während ich also meinen Köder für den nächsten Wurf präparierte, montierte sich Waldo zum gleichen Zeitpunkt nun auch einen Pin-Tail, in einem etwas dezenterem blau/weißen Dekor. Schnell flog der Köder wieder in Richtung Strömungskante und noch während wir unsere Pins über den sandigen Elbboden jiggten, begann der Regen endlich nachzulassen, um uns prompt erneut einen schönen Schlag in der Rute (#nohomo) zu bescheren!

Zanderangeln

 

Was platscht denn da?

 

Nach einer recht erfolgreichen Stunde auf einer der zahlreichen Elb-Buhnen, begannen wir den Spot zu wechseln, um plötzlich etwas verblüffendes zu beobachten. In den flachen, versandeten Buchten der Elbe begann das Wasser von einer auf die andere Sekunde zu kochen! RAPFEN! „Unglaublich, raubende Rapfen so spät im Jahr? Das kann nicht sein.“, dachte ich mir.

Schnell flogen die Gummis in die Richtung, in der wir die Räuber vermuteten, doch mit den viel zu schweren Gummiködern, konnten wir so schnell und jiggen und twitchen wie wir wollten, die Absinkphasen waren einfach zu kurz in dem flachen Wasser. Auch wenn Rapfen ja normalerweise nichts gegen schnell geführte Köder haben, merkten wir früh, dass dies wohl nicht der richtige Weg ist.

Was also tun? Wir begannen durch unsere Gummi-Boxen zu wühlen, mit der Hoffnung noch einen kleinen Hard-Bait zu finden… Doch während ich noch immer meine Köder-kisten durchsuchte, hörte ich es:

PLATSCH!…PLATSCH!
rapfen-angelnHuch? Waldo, war schon längst von seinem neuen Köder überzeugt und fischte, während ich noch immer fachsimpelte mit einem kleinen Blinker, das Flachwasser der Elbe ab. Dass sich genau dieser Köder, als wahrer Verführer für die raubenden Rapfen herausstellte, zeigte sich schon nach wenigen Minuten. Kaum hatte ich einen alten Meerforellenblinkern montiert, landete die Rute erneut auf den Steinpackungen und die Kamera musste herhalten.




 

Und die Moral von der Geschicht…

Vergesse deine Pins und Blinker nicht. Von wegen der Gummi-Köder muss Paddeln was das Zeug hält. Die schnellen und hektischen Bewegungen des Salty-Pins waren an diesem Tag, genau das Richtige für die scheinbar zickigen Zander. Mein Tipp also an euch:

Auch wenn eure im Keller nahezu vergammelten Pin-Tails nicht gerade auf den ersten Blick mit Aktion glänzen, gebt ihnen eine Chance und lasst sie euren nächsten Räuber überlisten. Zander mögen es halt ab und an spitz! Außerdem ist es immer gut, nicht NUR Gummiköder mit am Wasser zu haben, sondern auch eine kleine Auswahl an Hard-Baits oder Blinker, die einen für jede Situation wappnen.

Was wir also an diesem Trip zur Elbe mitnehmen konnten, waren wieder tolle neue Erfahrungen, die uns beim nächsten Mal mit Sicherheit weiterhelfen werden. In diesem Sinne wünsche ich euch viel Erfolg am Wasser und denkt immer daran:

KEEP IT SIMPLE! 

2 Kommentare

  1. Moin, schön zu sehen das es der Elbe wieder gut geht. Ich sehe viele Angler in der Hafencity. Die angeln Zander.

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    • Hi Sven,
      Ja das gleiche dachten wir an diesem WE auch. In der Hafencity waren wir leider schon seit langem nicht mehr wirklich erfolgreich.
      Beste Grüße
      Garret

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